Stand: 02.03.2016 18:25 Uhr

Wie entsteht eigentlich "Rote Rosen"?

An jedem Wochentag eine neue Folge "Rote Rosen" und das bereits seit fast zehn Jahren - wie schafft die Crew das? Wer schreibt all die Texte für die Schauspieler? Und in welchem Rhythmus wird gedreht? "Wie geht das?" Dieser Frage widmet sich eine neue gleichnamige NDR Sendung, die vor einer Woche zum ersten Mal zu sehen war. In der ersten Folge erklärten die Macher, wie bei Airbus ein Flugzeug entsteht. Die zweite Folge der Sendung "Wie geht das?" drehte sich um die ARD-Telenovela aus Lüneburg.

Faszinierende Detailarbeit am Set

"Wir wollen Menschen Dinge zeigen, die uns selbst auch umhauen", sagte Tom Fischer, Redakteur der neuen NDR Sendung "Wie geht das?", bei "Hallo Niedersachsen": "Am Set der Serie werden von der Salatschüssel bis zum Teddybär, von der Schokolade bis zum Buchtitel alle möglichen Alltagsprodukte neu gestaltet. Und das so gut, dass man es kaum erkennt. Dieses Know-how, das dahinter steckt, fasziniert uns in der Redaktion. Und wir hoffen, dass es auch den Zuschauern so geht."

Telenovela im Minutentakt

Für die Sendung hat sich ein Team der neuen NDR Wissens-Reihe ins Gewerbegebiet von Lüneburg begeben, wo die "Serienwerft" steht. Dort entsteht "Rote Rosen" auf 3.600 Quadratmetern in vier Studios mit 50 aufgebauten Dekos und Räumen. Pro Woche produziert das 150 Mitarbeiter große Team fünf Folgen mit jeweils 50 Minuten. Dafür braucht es ein perfekt abgestimmtes, komplexes Räderwerk, bei dem alles auf die Minute genau ineinander greift, und das nie still steht - angefangen bei den Autoren, die die Geschichten und Handlungsstränge erfinden und im Blick haben, über die Drehs, bei denen die Schauspieler funktionieren müssen, bis hin zum Schnitt. Herzschmerzgeschichten im industriellen Takt, das erfordert ein hohes Maß an Teamgeist und familiärer Atmosphäre.

Große Gefühle auf Knopfdruck

Für seinen Film schaute das Team einen Tag lang hinter die Kulissen des Phänomens "Rote Rosen" und traf unter anderem die Darstellerin Jelena Mitschke. Seit sechs Jahren schlüpft sie täglich in die Rolle der Ärztin Dr. Britta Berger. Sie ist eine Figur in dem 21-köpfigen Stamm-Ensemble. Für die Schauspieler zählt jede Minute: 20 bis 30 Minuten bleiben ihnen im Schnitt für Vorbereitung, Probe und Dreh pro Szene. Zwölf Szenen und 40 Seiten Text muss Jelena täglich bewältigen. Um das hohe Drehpensum zu meistern, stehen den Schauspielern jederzeit fünf Coaches zur Seite. Massenweise Text lernen, Disziplin und Konzentration hoch halten und vor allem große Gefühle auf Knopfdruck: Das geht "nur mit viel Liebe", sagt Regisseur Mattes Reischel schmunzelnd.

Alles muss perfekt abgestimmt sein

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Die Studios der ARD-Serie stehen im Lüneburger Gewerbegebiet. Hier wird ein Großteil der Szenen gedreht.

Damit alles rechtzeitig fertig wird, drehen immer zwei Teams parallel von 8.30 bis 18.30 Uhr. Schon 15 Minuten Verspätung sind ein großes Problem. Das gilt auch für die Technik: Jedes Bild muss stimmen, Licht, Requisiten und Kostüme. Regieassistenz und Script passen genau auf, dass keine Textfehler übersehen werden und eine Bildmischerin wählt schließlich die besten Einstellungen aus und leitet sie direkt an den Schnittraum weiter - damit die Zuschauer an jedem Wochentag eine neue Folge sehen können.

Dieses Thema im Programm:

Wie geht das? | 02.03.2016 | 18:15 Uhr

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