Stand: 16.04.2017 17:21 Uhr

DFB-Pokal: VfL-Frauen erneut im Finale

von Ingmar Deneke, NDR.de
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Großer Jubel bei den Frauen des VfL Wolfsburg - die '"Wölfinnen" stehen wieder im Finale.

Die Frauen des VfL Wolfsburg sind am Ostersonntag erneut in das Finale im DFB-Pokal eingezogen. Die Titelverteidigerinnen setzten sich im Möslestadion vor 1.225 Zuschauern mit 2:1 (1:1, 0:1) nach Verlängerung beim SC Freiburg durch. Bereits dreimal hatte es in der Vergangenheit diese Paarung in einem Halbfinale (2013, 2015, 2016) gegeben, jedes Mal mit dem besseren Ende für den VfL - und: Jedes Mal holten sich die "Wölfinnen" am Ende auch den Titel. Das diesjährige Endspiel findet am 27. Mai (16.15 Uhr) in Köln statt. Dort kommt es zur Neuauflage des Finals 2016: Gegner ist der SC Sand, der sich nach starker Leistung mit 4:0 bei Bayer Leverkusen durchsetzte. "Respekt an den SC Sand, dass er es wieder geschafft hat, wir freuen uns auf Köln", sagte VfL-Trainer Ralf Kellermann bei DFB-TV.

Freistoß drin - VfL in Rückstand

Die Wolfsburgerinnen hatten in der Anfangsphase mehr Ballbesitz, den stärkeren Zug zum Tor zeigte aber Freiburg. VfL-Torhüterin Almuth Schult musste von Beginn an auf der Hut sein, vor allem bei Standardsituationen. So war es nicht überraschend, dass der VfL durch einen Freistoß 0:1 in Rückstand geriet: Nach einem langen Schlag von Nationalspielerin Hasret Kayikci - einer Mischung aus Flanke und Torschuss - zappelte der Ball im Netz (19.). Der Favorit aus Wolfsburg tat sich weiterhin schwer mit dem gut organisierten Sportclub. Zwei Fernschüsse von Lara Dickenmann und ein Kopfball von Pernille Harder sorgten in der Schlussphase der ersten Hälfte immerhin für ein wenig Gefahr.

Wolfsburgs Hansen dreht auf

Während der Wind im Möslestadion nun stärker wehte, agierten auch die Wolfsburgerinnen stürmischer. Das wurde schnell belohnt: Caroline Hansen traf nach einem Abpraller per sattem Linksschuss zum 1:1 (53.). Dreizehn Minuten später hätte die Norwegerin nachlegen können, ihr Versuch strich aber knapp am linken Pfosten vorbei. Danach ließ es der VfL wieder ruhiger angehen und strahlte kaum Torgefahr aus - bis zur 81. Minute: Eine perfekte Flanke von Hansen konnte Tessa Wullaert allerdings aus kürzester Distanz nicht im Tor unterbringen. So ging das Spiel in die Verlängerung.

Pajor schießt VfL ins Finale

SC Freiburg - VfL Wolfsburg 1:2 (1:1, 1:0) n. V.

Tore: 1:0 Kayikci (19.), 1:1 Hansen (52.) 1:2 Pajor (96.)
Freiburg: Benkarth - Lahr (79. Petermann), Schiewe, Schöne, Simon - Hegenauer (100. Puntigam), Zehnder – Gwinn, Magull, Starke (71. Wagner) - Kayikci
Wolfsburg: Schult - Blässe (90.+1 Pajor), Peter, Fischer, Maritz (74. Wullaert) - Gunnarsdottir, van Egmond (85. Bernauer) - Hansen, Dickenmann - Popp, Harder (120.+1 Bussaglia)
Zuschauer: 1.225

Ewa Pajor, noch in der regulären Spielzeit eingewechselt, brachte Wolfsburg entscheidend mit 2:1 in Führung (96.): Das polnische Talent traf nach herausragender Vorarbeit von Hansen. Es war der Siegtreffer in einer umkämpften Partie, die gebürtige Cuxhavenerin Lena Petermann traf für Freiburg nur noch den Pfosten. Nach dem Schlusspfiff lagen sich die VfL-Frauen in den Armen und bejubelten ausgiebig ihren vierten Finaleinzug im DFB-Pokal. "Wir haben mehr Glück gehabt. Auf der siebenstündigen Busfahrt wird jetzt gefeiert", freute sich Hansen, die beste Spielerin der Partie.

Die Saison der VfL-Fußballerinnen in Bildern

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 16.04.2017 | 22:40 Uhr

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