Stand: 20.04.2017 16:50 Uhr

HSV: Lizenz unter Bedingungen - Hilft Kühne?

Bundesligist Hamburger SV hat die Lizenz für die kommende Saison von der Deutschen Fußball Liga (DFL) nur unter dem Vorbehalt der Erfüllung von Bedingungen erhalten. Um welche es sich dabei genau handelt, teilte der Club zunächst nicht mit. Der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen ließ am Donnerstag allerdings durchblicken, dass es beim Bundesliga-Dino eine Schieflage bei den Ausgaben und Einnahmen gibt. Auf Nachfrage, ob sich die Zahlen im Vergleich zum vergangenen Jahr, als es keine Auflagen gab, verschlechtert hätten, verwies Bruchhagen auf die Transferaktivitäten im vergangenen Winter. Da hatte der abstiegsbedrohte Bundesligist Kyriakos Papadopoulos, Mergim Mavraj und Walace für viel Geld (Ablösesummen, Gehälter) verpflichtet.

HSV-Chef Heribert Bruchhagen

Bruchhagen: "Ich sehe dort keine große Hürde"

Hamburg Journal -

Heribert Bruchhagen sieht in den DFL-Auflagen für die Lizenz für die kommende Saison kein Problem. Über die Absichten von Mäzen Klaus-Michael Kühne äußerte sich der HSV-Vorstandschef zurückhaltend.

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Kühne steht bereit

Beim chronisch klammen Traditionsclub stehen aktuell also gestiegene Ausgaben zu geringe Einnahmen gegenüber. Bis Ende Mai muss der HSV Abhilfe schaffen. Schweißperlen treibt das Bruchhagen aber nicht auf die Stirn: "Ich mache mir keinerlei Sorgen, dass wir die Auflagen nicht erfüllen." Zumal die Hamburger auf weitere Unterstützung von Mäzen und Investor Klaus-Michael Kühne setzen können. "Herr Kühne verspürt weiterhin große Lust, gemeinsam mit dem HSV etwas Großes zu entwickeln. Wenn es gewünscht wird, steht er bereit", sagte der Kühne-Vertraute und HSV-Aufsichtsratsmitglied Karl Gernandt der "Hamburger Morgenpost". Bruchhagen bleibt bei diesem Thema allerdings vorsichtig: "Es ist ein weiter Weg zwischen angekündigtem Vorhaben und umgesetzter Tat."

"Wollen keine sportliche Substanz in den Markt geben"

Für ihn ist wichtig, dass "wir keine sportliche Substanz in den Markt geben, um die Bedingungen zu erfüllen." Heißt übersetzt: Er möchte keine Leistungsträger wie zum Beispiel Bobby Wood verkaufen müssen. "Daran werden wir arbeiten und das gelingt uns auch", so der HSV-Boss. Die Personalie Papadopoulos dürfte unter diesem Gesichtspunkt ebenfalls interessant werden. Der HSV würde den Leihspieler von Bayer Leverkusen gerne fest verpflichten, was einiges kosten dürfte. Die Realisierung von eigentlich zu teuren Wunschtransfers fällt beim HSV dann wohl wieder in den Bereich Kühne.

Der Logistikunternehmer und Mäzen Klaus-Michael Kühne vor der HSV-Raute. (Montage) © imago sportfotodienst, picture alliance / dpa Fotograf: imago sportfotodienst, Axel Heimken

Der HSV und die Probleme mit der Lizenz

NDR 2 -

Nur unter Auflagen hat der HSV die Lizenz für die neue Saison erhalten. Leistungsträger will der Bundesligist nicht verkaufen. Wahrscheinlicher ist, dass Mäzen Kühne wieder einen Auftritt bekommt.

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