Stand: 13.03.2017 13:20 Uhr

Rundrücken: Diese Übungen können helfen

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Ein "krummer Rücken" lässt sich oft durch gezieltes Training verhindern.

Der Rundrücken gehört zu den häufigsten Haltungsschäden. In den meisten Fällen bewirken eine schlechte Körperhaltung und Bewegungsmangel, dass sich die Wirbelsäule krümmt ("Buckel") und Beschwerden verursacht. Handelt es sich um eine reine Fehlhaltung, kann man den Rundrücken mit einfachen Übungen wegtrainieren. Sind andere Erkrankungen die Ursache, zum Beispiel Osteoporose oder Morbus Bechterew, ist eine umfassende Therapie nötig.

Animation eines Rundrückens.

So entsteht ein Rundrücken

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Ursache für die schlechte Haltung bei einem Rundrücken sind häufig schwache, verkürzte Muskeln. Es können aber auch ernste Krankheiten dahinterstecken.

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So entsteht ein Rundrücken

Die Brustwirbelsäule ist von Natur aus nach hinten gekrümmt (physiologische Kyphose). Beträgt die Krümmung jedoch mehr als 40 Grad, spricht man von einem Rundrücken. Dafür gibt es vor allem drei Ursachen:

  • Muskuläres Ungleichgewicht im Bereich des Rumpfes: Vor allem Brustmuskulatur neigt dazu, sich zu verkürzen. Sie zieht die Schultern dadurch nach vorn. Die Gegenspieler - also die Schultermuskulatur und obere Rückenmuskulatur - sind zu schwach, um dagegenzuhalten.
  • Morbus Bechterew: Bei der chronisch-entzündlichen rheumatischen Erkrankung können sich schmerzhafte Entzündungen über die Wirbelsäule ausbreiten und dazu führen, dass sich Gelenke versteifen und der Rücken unbeweglich wird. Wird die Krankheit rechtzeitig entdeckt, lässt sich die Bildung eines Rundrückens häufig mit entzündungshemmenden Medikamenten verhindern.
  • Osteoporose: Bei der Knochenerkrankung kann sich der Rücken durch Wirbelbrüche verformen. Vor Brüchen schützt die Einnahme von Vitamin D und die ausreichende Zufuhr von Kalzium. Sind bereits Brüche aufgetreten, kann eine Korsettversorgung die Knochenheilung unterstützen und vor weiterer Verformung schützen.

Übungen gegen Rundrücken

Das Fortschreiten eines Rundrückens lässt sich durch ein regelmäßiges Training der Bauch- und Rückenmuskulatur in den meisten Fällen aufhalten. Diese Übungen sollen den Rumpfbereich stabilisieren und die Wirbelsäule aufrichten:

  • Rückbeugen im Stehen: Die Schultern nach hinten ziehen und gleichzeitig die Brust nach vorn strecken.
  • Rückbeugen auf dem Bauch: Die Beine ausstrecken und anspannen. Die Arme und Hände liegen eng am Körper an, die Ellenbogen zeigen nach hinten. Der Blick ist nach unten gerichtet. Jetzt die Schultern mehrmals nach oben ziehen und wieder senken.
  • Zur Dehnung der Brustmuskulatur einen Unterarm gegen eine Wand lehnen. Das gebeugte Ellenbogengelenk befindet sich dabei etwas über Schulterhöhe. Dann Oberkörper und Kopf so weit zur Gegenseite drehen, dass eine Dehnung der Brust spürbar ist.

Um einen Rundrücken zu vermeiden, sollte man die Übungen regelmäßig durchführen und außerdem auf eine korrekte Sitzhaltung achten.

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Interviewpartner

Interviewpartner im Beitrag:
Prof. Dr. Jürgen Wollenhaupt
Chefarzt der Klinik für Geriatrie
Schön Klinik Hamburg Eilbek
Dehnhaide 120, 22081 Hamburg

Interviewpartnerin im Studio:
Dr. Sabine Bleuel 
Fachärztin für Orthopädie mit Schwerpunkt Faszientherapie (FDM)
Praxis für Orthopädie und Chirurgie Elbchaussee
Elbchaussee 567, 22587 Hamburg
Tel. (040) 86 23 21
E-Mail: Sabine.Bleuel@ifdmo.com

Weitere Informationen:
Bechterew-Check an der Berliner Charité: www.bechterew-check.de
Aktion gesunder Rücken e.V.
Stader Straße 6, 27432 Bremervörde
Tel. (04761) 92 63 580, Fax. (04761) 92 63 58 810
Hilfreiche Rückenübungen: www.agr-ev.de

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Visite | 14.03.2017 | 20:15 Uhr

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