Stand: 02.11.2016 19:46 Uhr

Friesenbrücke: 30 Millionen Euro vom Land

30 Millionen Euro leiht das Land Niedersachsen der Deutschen Bahn für die Reparatur der Friesenbrücke in Weener (Landkreis Leer). Bahnchef Rüdiger Grube unterzeichnete am Mittwoch mit dem Land einen Vertrag zur Vorfinanzierung. Damit wurde knapp ein Jahr nach der teilweisen Zerstörung der Brücke ein wichtiger Schritt zur Reparatur gemacht. Denn weder Bahn noch Bund können die Summe derzeit bereitstellen. Niedersachsen ermöglicht mit der Vorfinanzierung, den Zeitplan zur Reparatur des Bauwerks einzuhalten. Die Bahn will das Geld bis 2024 ans Land zurückzahlen.

Neubau wird doch noch geprüft

Die wichtige Strecke soll 2020 wieder befahrbar sein. Grube sagte in Weener: "Mit der Reparatur könnten wir schon morgen anfangen." Auf Initiative der Papenburger Meyer Werft soll jetzt aber doch noch ein kompletter Neubau geprüft werden. Dieser würde deutlich teurer werden und auch länger dauern, räumte Grube ein. Die Ergebnisse der Prüfung sollen im Dezember den Bürgern in Weener vorgestellt werden. Ein Vorschlag des niederländischen Vereins "Großemsland", eine provisorische Brücke für Fahrradfahrer und Fußgänger zu bauen, wurde am Mittwoch abgelehnt. Dies sei nicht zu realisieren, sagte der Bahnchef.

Im Dezember 2015 war ein Frachter mit der Friesenbrücke kollidiert und richtete einen Schaden in Millionenhöhe an. Mit 335 Metern Länge ist das Stahlbauwerk die längste Eisenbahn-Klappbrücke Deutschlands.

Neue Friesenbrücke - Besserer Bahnverkehr?

 

Weitere Informationen

Friesenbrücke kann wieder aufgebaut werden

Experten der Deutschen Bahn sind der Ansicht, dass die Friesenbrücke bei Weener repariert werden kann. Spätestens 2021 soll die Strecke wieder für den Bahnverkehr frei sein. (07.10.2016) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 02.11.2016 | 08:00 Uhr

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