Stand: 21.04.2017 17:32 Uhr

Zwei Tote in Hannover: Offenbar derselbe Täter

Der 25-Jährige, der am Dienstag in Hannover einen 23-Jährigen erstochen haben soll, ist offenbar auch für den gewaltsamen Tod einer 27-Jährigen am Ostersonnabend verantwortlich. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen nach Auswertung verschiedener Spuren davon aus, dass er für beide Taten verantwortlich ist. Hintergrund könnte demnach eine psychische Störung des Verdächtigen sein. Während der 23-Jährige ein Freund des Beschuldigten gewesen sei, habe er die Frau möglicherweise willkürlich ausgewählt. Der Anwalt des 25-Jährigen sagte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung", dass sich sein Mandant seit Monaten verfolgt gefühlt und zum Schutz ein Messer bei sich getragen habe.

Blumen die zur Anteilnahme an die Opfer auf einen Gehweg gelegt wurden.

Hannover: Mutmaßlicher Messerstecher gefasst

Hallo Niedersachsen -

Die Polizei hat nach zwei Morden in Hannover den mutmaßlichen Täter gefasst. Der 25-Jährige soll eine 27-jährige Frau und nur drei Tage später einen jungen Mann erstochen haben.

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Videoaufnahmen bringen Ermittler auf die Spur

Umfangreiche Ermittlungen, insbesondere Auswertungen der Videoaufzeichnungen von Haltestellen und Stadtbahnen nahe dem ersten Tatort in der hannoverschen Südstadt führten die Beamten auf die Spur des 25-Jährigen. Er sitzt seit der Messerattacke in Hannover-Kleefeld am Dienstag in Untersuchungshaft. Am Donnerstag durchsuchten die Ermittler die Wohnung des Mannes ein weiteres Mal und stellten unter anderem Kleidung sicher, die er offenbar am Ostersonnabend getragen hatte. Entsprechende kriminaltechnische Untersuchungen und somit auch Ergebnisse stehen noch aus.

Staatsanwaltschaft beantragt Haftbefehl

Polizeipräsident Volker Kluwe sagte zum schnellen Ermittlungserfolg: "Insbesondere vor dem Hintergrund der starken Verunsicherung in der Bevölkerung bin ich erleichtert und freue mich, dass die seit Samstagabend unermüdlichen Ermittlungen zu so einem schnellen Erfolg geführt haben." Die Staatsanwaltschaft Hannover wollte beim Amtsgericht noch am Freitag einen Antrag auf einen weiteren Haftbefehl gegen den 25-jährigen Syrer stellen.

Ein möglicher Zusammenhang mit der bisher ungeklärten Tötung von Annika B. hat sich indes in Luft aufgelöst. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der Mann, der für den Tod des 23-Jährigen und offenbar auch für den Tod der 27-Jährigen verantwortlich ist, erst im Jahr 2014 eingereist. Die Studentin B. war 2011 in Hannover ebenfalls erstochen worden.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 21.04.2017 | 19:30 Uhr

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