Stand: 20.03.2017 19:27 Uhr

Wenzel: "Wolf steht unter Artenschutz"

Der Umgang mit Wölfen bleibt umstritten: Geht es nach der CDU im niedersächsischen Landtag, dann sollen künftig mehr Wölfe getötet werden. Die Oppositionspartei fordert in einem Sieben-Punkte-Plan etwa, dass Wölfe, die sich "vermehrt menschlichen Siedlungen nähern", abgeschossen werden sollen. Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) sieht das anders: Der Wolf stehe unter absolutem Artenschutz. Darauf hat der Minister am Montag im Umweltausschuss des Niedersächsischen Landtags in Hannover hingewiesen.

Ein Wolfsrudel.

Umweltausschuss diskutiert über Umgang mit Wolf

Niedersachsen 18.00 Uhr -

Die CDU im Landtag fordert ein härteres Vorgehen im Umgang mit Wölfen. Zur Not müssten diese abgeschossen werden. Laut Umweltminister Wenzel fehlt dafür die rechtliche Grundlage.

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Wolf ist durch mehrere Gesetze geschützt

Wölfe seien durch mehrere Gesetze geschützt - und dürften deshalb weder verfolgt, noch geschädigt oder gar getötet werden, so Wenzel. Der Umweltminister gab außerdem an, die Weidetierhalter stärker unterstützen zu wollen. Dazu will der Minister noch in diesem Jahr ein Herdenschutzteam aufbauen, das Nutztierhalter beim Schutz gegen Wölfe berät und unterstützt. Wenzel zufolge sollen künftig auch Hobbytierhalter bei der Anschaffung von Zäunen oder Hütehunden finanziell unterstützt werden.

Chronologie: Der Wolf in Niedersachsen (ab 2015)

Gegenwind von der CDU

Gegenwind bekam der Umweltminister von dem CDU-Landtagsabgeordneten Ernst-Ingolf Angermann. Wenzel nutze seine Möglichkeiten nicht aus, so Angermann. Für den Sieben-Punkte-Plan seiner Fraktion müssten keine Gesetze geändert werden. Wölfe, die trotz Schutzzaun immer wieder Nutztiere rissen, könnten schon heute abgeschossen werden. Das zeige etwa auch der Fall der "Problemwölfin" in Goldenstedt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 20.03.2017 | 21:45 Uhr

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