Zeitzeichen

21. März 1617

Dienstag, 21. März 2017, 20:15 bis 20:30 Uhr, NDR Info

Der Todestag der Indianerprinzessin Pocahontas
Ein Beitrag von Martina Meißner (WDR)

Sie lebt als Disneyfigur weiter, Neil Young hat sie in einem Song verewigt und sie gehört zur amerikanischen Kulturgeschichte: die indianische Prinzessin Pocahontas. Der Mythos beginnt, als englische Siedler 1607 im heutigen US-Bundesstaat Virginia an Land gehen und die erste dauerhaft besiedelte englische Kolonie Jamestown gründen.

Eine Liebesbeziehung zwischen der hübschen Häuptlingstochter und John Smith, der die Kolonie anführte, ist jedoch frei erfunden. Pocahontas heiratet 1614 den Tabakpflanzer John Rolfe. Sie wird "Rebecca" getauft und als Einzige, vom britischen Königshaus anerkannte "Indianerprinzessin" bei Hofe, empfangen. Sie stirbt kurz vor ihrer Rückreise nach Virginia an einer Infektionskrankheit. Pocahontas wird nur 22 Jahre alt. Ihr Sohn Thomas wächst in England auf und kehrt erst als Erwachsener nach Virginia zurück. Die Abstammung von Pocahontas und John Rolfe ist bis heute prestigeträchtig. Aus ihrer Dynastie gehen viele einflussreiche Politiker hervor.