Abenteuer Mittelmeer

Auf der Spur der Mönchsrobben

Freitag, 21. April 2017, 14:15 bis 15:00 Uhr

Die Mittelmeer-Mönchsrobbe ist die seltenste Robbenart auf der Welt. Sie lebt dort, wo die Deutschen am liebsten Urlaub machen, dennoch hat kaum ein Tourist sie je gesehen. Die Heimat der Mönchsrobbe waren einst die Strände von Marokko bis zur Türkei. Heute leben nur noch wenige Hundert Tiere der einzigen Robbenart im östlichen Mittelmeer, gut versteckt in Höhlen und Grotten. Was wissen Forscher über das Leben der Mönchsrobbe? Haben die Tiere eine Überlebenschance? Der Tierfilmer Thomas Behrend macht sich auf die Suche nach den "Letzten ihrer Art".

Die Geburtshöhlen der Robben sind gut versteckt

Als langjähriger Unterwasserkameramann weiß Thomas Behrend, dass es nur wenigen Tauchern jemals gelungen ist, die seltenen Robben zu filmen. In Griechenland trifft er sich daher mit dem Forscher Vassilis Kouroutos, dem Mönchsrobben-Experten. Außer ihm kennt kaum jemand den Weg zu den letzten Geburtshöhlen der Robben, die gut versteckt an den Steilküsten des Meeresparks um die Insel Alonnisos liegen. Im Frühjahr sind die Höhlen noch leer, erst im Herbst kommen die trächtigen Robbenweibchen, um im Schutz der Felsen ihre Jungen zu bekommen.

Auf der Suche nach der seltensten Robbenart der Welt

In welcher der unzähligen Grotten um Alonnisos wird eine Robbenmutter ihr Baby bekommen? Und wie könnte Thomas Behrend sie filmen, ohne Mutter und Baby zu stören? Behrend und Kouroutos haben einen Plan: Schon im Frühjahr installiert Thomas in einer verwaisten Höhle seine ferngesteuerte Kamera, Vassilis hält eine Robbengeburt an diesem Ort immerhin für wahrscheinlich. Ab Herbst soll die solarbetriebene Kamera täglich Bilder aus der Höhle senden, die per Internet abgerufen werden könne, ohne dass die Höhle betreten werden muss. Viel Aufwand für ein kleines Robbenbaby - und Thomas ahnt nicht, welch unerwartete Bilder diese Kamera noch liefern wird.

Die Robben meiden die Nähe der Menschen

Mehrmals muss der Tierfilmer nach Alonnisos reisen, um an dem Kamerasystem zu arbeiten - von den Mönchsrobben kaum eine Spur. Nach jahrhundertelanger Verfolgung lassen die Robben sich fast nie mehr in Menschennähe blicken. Das ist nicht verwunderlich: Noch heute erschlagen einige Fischer Mönchsrobben, die sie bei ihren Netzen erwischen.

Doch Thomas gibt nicht auf und folgt einem Hinweis. In der Nähe einer Nachbarinsel soll eine Robbe gesichtet worden sein. Tatsächlich gelingen ihm endlich Unterwasseraufnahmen eines Robbenmännchens. Das Tier scheint keine Angst zu haben und macht mit merkwürdigen "Klack-Lauten" eher noch auf sich aufmerksam. Was haben diese Laute zu bedeuten? Und wird es Thomas doch noch gelingen, Robbenbabys zu filmen?

Für diese Dokumentation über das geheimnisvolle Leben der Mönchsrobben reist der Tierfilmer von Griechenland bis nach Mauretanien - immer auf der Spur der seltensten Robbe der Welt.

Redaktion
Wolf Lengwenus
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke
Autor/in
Thomas Behrend
Regie
Thomas Behrend